Sicherheitstraining in Olpe
Mittwoch, den 26. September 2007Am 23. September waren Rebecca und Heinz beim Sicherheits-Training im ADAC-Verkehrs-Sicherheits-Zentrum in Olpe.
Um 8 Uhr ging es nach einer Begrüßung mit Kaffee und kurzer Vorstellung der Teilnehmer gleich auf das Trainingsgelände, wo die 23 Teilnehmer in 2 Gruppen getrennt wurden. Wartezeiten gab es kaum, da dank straffer Organisation und Funktechnik ein reibungsloser Ablauf der Übungen garantiert war.
Diese Korrekturen machten sich dann in der 2. Etappe, beim Bremsen auf unterschiedlichen Fahrspur-Belägen deutlich bemerkbar. Hier erkannten die Teilnehmer auch die gravierenden Unterschiede der Fahrzeuge mit und ohne ABS-System. Besonders die Fahranfänger, die Jüngste war eine 17-Jährige mit ihrem Uralt-Polo ohne ABS, mussten erst mal ihren inneren Schweinehund überwinden und sich langsam an die Möglichkeiten einer Vollbremsung ihrer Fahrzeuge gewöhnen.
Beim Durchfahren von Slalomtoren wurden wir auf die Querbeschleunigungen unserer Autos aufmerksam, nach dem Hinweis der Leiter, das Fahrzeug zum Stabilisieren zwischendurch mal ganz kurz geradeaus fahren zu lassen, gelang der 2. Durchgang trotz höherer Geschwindigkeit problemloser.

Nach der Mittagspause gings dann zur Kreisbahn, wo wir versuchten, in “Wohlfühlgeschwindigkeit” und möglicher Höchstgeschwindigkeit den Kreis zu durchfahren. Dabei erkannten wir, dass der Geschwindigkeits-Unterschied zwischen dem Polo und einem Audi A6-Quattro nur unwesentlich war. Bei ca. 45 km/h war die Haftungsgrenze überschritten, was der Fahrer eines Nissan-Kombis
zu spüren bekam, das Fahrzeug brach aus, konnte aber Dank großzügiger Auslaufmöglichkeiten und Gegenlenken sicher aufgefangen werden. Nur das Mercedes-A-Modell hatte dank ESP keinerlei Probleme mit der Kreisbahn.
Auf der Gleitfläche erkannten viele Teilnehmer die Grenzen der Fahrphysik. Die nasse, lackierte Fläche bot nur eine geringe Bodenhaftung, vergleichbar einer festgefahrenen Schneedecke. Plötzlich auftauchende Hindernisse in Form von Wasserfontänen bescherten allen Teilnehmern erst mal eine Unterbodenwäsche.
Hier waren die ABS-Fahrzeuge klar im Vorteil, nach einigen Übungen gelang es den meisten, die Hindernisse durch dosiertes Lenken und Bremsen zu umfahren.
Beim Abschluß-Gespräch gegen 15.30 Uhr bescheinigten alle Teilnehmer den Instruktoren Lothar Middel und Michael Springob große Kompetenz. Der Tag hat nicht nur Respekt vor dem Medium Auto vermittelt, sondern auch bei bestem Wetter viel Spaß bereitet.


